{"id":1599,"date":"2017-05-30T12:41:03","date_gmt":"2017-05-30T12:41:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cbdnaturalpower.com\/?p=1599\/"},"modified":"2017-05-30T12:41:03","modified_gmt":"2017-05-30T12:41:03","slug":"cannabis-bei-adhs-und-ads","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cbdnaturalpower.com\/de\/unkategorisiert\/cannabis-bei-adhs-und-ads\/","title":{"rendered":"Cannabis bei ADHS und ADS"},"content":{"rendered":"<p>Das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS, auch Aufmerksamkeitsdefizitst\u00f6rung) und, weit bekannter, ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-\/Hyperaktivit\u00e4tssyndrom) \u00e4u\u00dfert sich in bei den Betroffenen folgenderma\u00dfen:<\/p>\n<ul>\n<li>Sie sind leicht ablenkbar<\/li>\n<li>Sie k\u00f6nnen sich schlecht l\u00e4ngere Zeit auf eine Aufgabe konzentrieren<\/li>\n<li>Sie reagieren h\u00e4ufig impulsiv<\/li>\n<\/ul>\n<p>ADHS-Patienten sind im Unterschied zu ADS-Patienten zus\u00e4tzlich h\u00e4ufig unruhig und zappelig und m\u00fcssen sich st\u00e4ndig bewegen (Hyperaktivit\u00e4t).<\/p>\n<h2>Was passiert bei AD(H)S im K\u00f6rper?<\/h2>\n<p>Entgegen einer noch immer verbreiteten Meinung, ist das Zappelphilippsyndrom nicht das Ergebnis falscher Erziehung oder schlechter Lebensgewohnheiten. Doch was sind die Ursachen f\u00fcr ADHS? Wissenschaftlich ist inzwischen gut belegt, dass die Verhaltensst\u00f6rungen durch eine Ungleichgewicht wichtiger Botenstoffe im Gehirn ausgel\u00f6st wird. Diese sogenannten Neurotransmitter sind ma\u00dfgeblich f\u00fcr die Verarbeitung von Informationen im Gehirn verantwortlich. Speziell der Neurotransmitter Dopamin ist bei ADS\/ADHS in zu geringen Mengen vorhanden. Forscher konnten zudem zeigen, dass der Cannabinoidrezeptor 1 (CB1-Rezeptor)\u00a0ebenfalls an der Entwicklung der ADHS beteiligt ist (1).<br \/>\nDemzufolge k\u00f6nnten Therapien wirksam sein, die das Ziel haben, das k\u00f6rpereigene Cannabinoidsystem (Endocannabinoidsystem) zu beeinflussen.<\/p>\n<p>Dr. David Bearman forscht seit mehreren Jahrzehnten an den Wirkungen von medizinischem <span class=\"wpgh-tooltip\" data-href=\"https:\/\/www.leafly.de\/cannabiswissen\/cannabis\/\" data-title=\"Als Cannabis (mit Betonung auf der ersten Silbe; vom griechischen k\u00e1nnabis, \u201aHanf\u2018) bezeichnet man eine Pflanzengattung der Bl\u00fctenpflanzen. Sie geh\u00f6rt zur Familie der Hanfgew\u00e4chse. Die Anzahl der Arten innerhalb der Gattung ist noch umstritten. Drei Arten von Cannabis k\u00f6nnen identifiziert werden: das Cannabis Sativa, das Cannabis Indica und das Cannabis ruderalis. Letzteres k\u00f6nnte wiederum in Cannabis Sativa vorhanden sein. Eventuell k\u00f6nnen auch alle drei Arten als Unterarten von Cannabis Sativa angesehen werden.\nDer Nutzen von Cannabis\nCannabis w\u00e4chst besonders gut in tropischen und feuchten Teilen der Welt. Die Verwendung als Substanz zur Anwendung am Menschen zur Heilung psychischer Leiden wurde durch arch\u00e4ologische Funde in pr\u00e4historischen Gesellschaften Eurasiens und Afrikas dokumentiert. Besonders in China taucht das Cannabis als Heilmittel gegen diverse Leiden, wie Malaria und Rheuma schon zwischen 300 v. Chr. und 200 n. Chr. auf.\nDie Wirkung und Heilkraft des Cannabis ist darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass Phytocannabinoide als Teil des Cannabis sogenannte Endocannabinoide imitieren, die der K\u00f6rper auf nat\u00fcrlichem Weg produziert. Sie sind f\u00fcr eine Vielzahl positiver Auswirkungen auf die Gesundheit verantwortlich.\nMedizinischer Gebrauch von Cannabis\nCannabis-Pflanzen produzieren eine Gruppe von Chemikalien, die als Cannabinoide bezeichnet werden. Cannabis Sativa enth\u00e4lt 85 Phytocannabinoide aus der Gruppe der Terpenphenole, die sich bislang in keiner anderen untersuchten Pflanze finden. Die Cannabinoide THC (\u03949-Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol) erzeugen bei der Anwendung am Menschen positive physische und psychische Effekte. THC bindet beispielsweise an den Cannabinoidrezeptor CB1, der an einigen schmerzverarbeitenden Bereichen des Gehirns auffindbar ist. CBD wirkt wiederum als Antiepileptikum und Hypnotikum. Den Cannabinoiden kommt demnach f\u00fcr die Medizin eine entscheidende Rolle bei der Linderung zahlreicher Symptome zu.\n\nMit einer gesetzlichen Erweiterung des Bet\u00e4ubungsmittelgesetzes (BtMG) am 10. M\u00e4rz 2017, d\u00fcrfen \u00c4rztinnen und \u00c4rzte nicht nur cannabinoide Arzneimittel, wie Sativex\u00ae, Canemes\u00ae und Marinol\u00ae verordnen. Auch Medizinalhanf und Cannabisextrakte in pharmazeutischer Qualit\u00e4t d\u00fcrfen verordnet werden. Diese Arzneimittel werden an Patienten auf eigens daf\u00fcr vorgesehenen, offiziellen Formularen, den Bet\u00e4ubungsmittelrezepten, verschrieben.\n\nQuellen:\n\n \thttp:\/\/www.bfarm.de\/DE\/Bundesopiumstelle\/Cannabis\/_node.html\n \thttps:\/\/www.leafly.com\/search?q=cannabis&amp;lat=49.4883&amp;lon=8.4647\n \tErnest Abel, Marijuana, The First 12,000 years. Plenum Press, New York 1980.\n\">Cannabis<\/span>. Er untersuchte unter anderem den Zusammenhang zwischen dem Endocannabinoid-System und ADHS. Dabei fand er heraus, dass <span class=\"wpgh-tooltip\" data-href=\"https:\/\/www.leafly.de\/cannabiswissen\/cannabinoide\/\" data-title=\"Cannabinoide (von latein. cannabis = Hanf), Dibenzopyrane, E cannabinoids, wie THC und CBD, sind die isolierten Inhaltsstoffe aus dem Cannabis sativa. Auch deren synthetische Derivate mit dem gemeinsamen Grundger\u00fcst werden als Cannabinoide bezeichnet. Das Cannabinoid THC (\u03949-Tetrahydrocannabinol) bindet im K\u00f6rper an den Cannabinoidrezeptor CB1, der an einigen schmerzverarbeitenden Stellen im Gehirn auffindbar ist. Das CBD (Cannabidiol) wirkt als Antiepileptikum und Hypnotikum. Den Cannabinoiden kommt demnach f\u00fcr die Medizin eine entscheidende Rolle bei der Linderung zahlreicher Symptome zu.\n\nErst mit der Erforschung der Cannabinoide wurde auch das Endocannabinoid-System als Teil des Nervensystems entdeckt. Als Endocannabinoide werden k\u00f6rpereigene Substanzen bezeichnet, die \u00e4hnliche pharmakologische Eigenschaften, wie Cannabinoide haben.\nCannabinoide des Cannabis Sativa\nCannabinoide kommen zwar auch in anderen Pflanzen, haupts\u00e4chlich jedoch in der Hanfpflanze Cannabis sativa vor. Sie enth\u00e4lt 85 Phytocannabinoide aus der Gruppe der Terpenphenole. Diese finden sich in keiner anderen, bislang untersuchten Pflanze.\nAufgrund der breiten Anwendungsm\u00f6glichkeiten in der Schmerztherapie finden cannabinoide Arzneimittel bei Medizinern immer mehr Zuspruch. So wurde am 10. M\u00e4rz 2017 auch der Artikel 1 des BtMGs um das Gesetz zur \u00c4nderung bet\u00e4ubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften erg\u00e4nzt. Das Gesetz beinhaltet die M\u00f6glichkeit zur Verschreibung cannabinoider Arzneimittel.\nWirkungen verschiedener Cannabinoide\nDas THC ist das am meisten untersuchte Cannabinoid. Es wirkt stark psychoaktiv und euphorisierend. Die meisten cannabinoiden Arzneimittel enthalten hohe Dosen THC. Die in Deutschland durch berechtigte \u00c4rzte verschreibungsf\u00e4higen cannabinoiden Arzneimittel sind:\u00a0Dronabinol\u00ae, Sativex\u00ae und Canemes\u00ae.\nDas THCV (Tetrahydrocannabivarin) wirkt ebenfalls stark psychoaktiv. Es wirkt sogar st\u00e4rker psychoaktiv, als das THC, die Dauer der Effekte allerdings betr\u00e4gt nur etwa die H\u00e4lfte. Es soll energetische Effekte haben, sowie entgegen Stress, Nervosit\u00e4t und Panik wirken, ohne dabei allerdings die Emotionen zu unterdr\u00fccken.\nDas CBD (Cannabidiol) wirkt nicht psychoaktiv und nicht euphorisierend. Es wirkt au\u00dferdem der psychoaktiven Wirkung des THCs entgegen. F\u00fcr Patienten, die unter Nervosit\u00e4t und Schlaflosigkeit leiden, soll es aufgrund seiner beruhigenden Wirkung hilfreich sein. Weiterhin versprechen sich Mediziner Hilfe durch CBD bei Krankheitsbildern, wie Epilepsie, Multipler Sklerose, stressbedingten Erkrankungen und diversen anderen Schmerzen.\n\nQuellen:\n\n \thttps:\/\/www.leafly.com\/news\/cannabis-101\/understanding-cannabis-testing\n \thttps:\/\/www.leafly.com\/news\/science-tech\/activating-cannabinoid-receptors-could-replace-cannabis-as-an-anx\n \thttp:\/\/www.spektrum.de\/lexikon\/neurowissenschaft\/cannabinoide\/1851\n \thttps:\/\/www.leafly.com\/search?q=Cannabinoids&amp;lat=49.4883&amp;lon=8.4647\n\">Cannabinoide<\/span> auf die Steuerung der Dopaminproduktion im Gehirn einwirken k\u00f6nnen. Offenbar erh\u00f6ht es die bei ADS- und ADHS-Patienten die Verf\u00fcgbarkeit von Dopamin.<br \/>\nDas gleiche Ziel verfolgen auch die klassischen Therapien bei ADHS mit den Stimulanzien Methylphenidat und Amphetamin. Die Wirkweise ist jedoch eine andere: Diese Wirkstoffe verhindern, dass Dopamin, wie normalerweise im K\u00f6rper \u00fcblich und sinnvoll, auch wieder abgebaut wird. Das ist h\u00e4ufig mit Nebenwirkungen und Entzugserscheinungen verbunden, wenn die Medikamente abgesetzt werden.<br \/>\nDie Wirksubstanzen in Cannabis, die Cannabinoide wie <span class=\"wpgh-tooltip\" data-href=\"https:\/\/www.leafly.de\/cannabiswissen\/thc\/\" data-title=\"Das THC (\u03949-Tetrahydrocannabinol) geh\u00f6rt zu den psychoaktiven Cannabinoiden des Cannabis. Es liegt dort weitgehend in der Derivatform zweier THC-S\u00e4uren vor. In Deutschland gilt THC als Bet\u00e4ubungsmittel und unterliegt daher dem Bet\u00e4ubungsmittelgesetz (BtMG).\nTHC \u2013 ein Cannabinoid\nCannabinoide kommen zwar auch in anderen Pflanzen vor, haupts\u00e4chlich jedoch in der Hanfpflanze Cannabis sativa. Diese enth\u00e4lt \u00fcber 85 Phytocannabinoide aus der Gruppe der Terpenphenole. Sie finden sich in keiner anderen bislang untersuchten Pflanze. THC ist das am meisten untersuchte Cannabinoid.\n\nDie Isolation von THC erfolgte durch den israelischen Chemiker \u201cRaphael Mechoulam\u201d im Jahr 1964. Er isolierte und synthetisierte THC aus libanesischem Cannabis und markierte den Beginn der Cannabisforschung, die zur Entdeckung vieler anderer Cannabinoide f\u00fchrte. Auch die Cannabinoidrezeptoren des K\u00f6rpers und die sogenannten Endocannabinoide, THC-\u00e4hnliche Verbindungen, die unser K\u00f6rper nat\u00fcrlich hervorbringt, sowie das damit zusammenh\u00e4ngende Endocannabinoid-System, konnten dadurch entdeckt und erforscht werden.\n\nCannabinoide, wie THC, sind als sekund\u00e4re Metaboliten bekannt, also als Chemikalien, die f\u00fcr die Entwicklung der sie produzierenden Pflanze keine prim\u00e4re Rolle spielen. Es wird allerdings vermutet, dass sekund\u00e4re Metaboliten als Immunsystem f\u00fcr die Pflanze fungieren, um die Abwehr von Raubtieren, Parasiten und Sch\u00e4dlingen zu f\u00f6rdern.\nTHC in Form von Arzneimittel\nDas Endocannabinoidsystem als Teil des zentralen Nervensystems ist als Gruppe spezialisierter Signalchemikalien zu verstehen, die auf einige der gleichen Gehirn- und Immunzellenrezeptoren (CB1 und CB2) wirken, wie beispielsweise das THC. Weil Menschen (und viele andere Tiere) Rezeptorsysteme haben, die THC binden, verspricht THC als Cannabinoid Vorteile f\u00fcr die Gesundheit und den Genuss. THC wird in der Krebstherapie eingesetzt und soll gegen Erbrechen und \u00dcbelkeit w\u00e4hrend der Chemotherapie helfen. Aufgrund seiner beruhigenden Wirkung, soll es gegen Schlafst\u00f6rungen und Epilepsie helfen. Auch bei Behandlung von Multipler Sklerose, sowie entz\u00fcndlichen Schmerzsyndromen, wie Arthritis und diversen Darmerkrankungen, sowie Autoimmunerkrankungen, wie Torbus Crohn, sind Wirkungen nachgewiesen. Hinzu kommen die mitunter positiven Auswirkungen des THC auf psychische Erkrankungen, wie Angstst\u00f6rungen, Stressymptomatiken, ADHS, bipolare St\u00f6rungen, schizophrene Psychosen und Depressionen.\n\nDurch eine Gesetzes\u00e4nderung des BtMG am 10. M\u00e4rz 2017 hat der Gesetzgeber die M\u00f6glichkeiten zur Verschreibung von THC und cannabinoiden Arzneimitteln als Medikament in Deutschland erweitert. Patientinnen und Patienten, die auf die Wirkungen von THC angewiesen sind, erhalten seitdem medizinisch begr\u00fcndet ein Bet\u00e4ubungsmittelrezept (BTM Rezept). Dies k\u00f6nnen sie ohne weiteren Kontakt mit der sogenannten Bundesopiumstelle direkt in einer Apotheke ihrer Wahl in Deutschland einl\u00f6sen. Eine Reihe medizinischer Produkte mit THC, darunter die Fertigarzneimittel Sativex\u00ae und Canemes\u00ae, sowie das Rezepturarzneimittel Dronabinol oder Medizinal-Cannabisbl\u00fcten und Cannabisextrakte k\u00f6nnen von einem Arzt legal verschrieben werden.\n\nQuellen:\n\n \thttps:\/\/www.leafly.com\/news\/cannabis-101\/what-is-tetrahydrocannabinol\n \thttps:\/\/www.leafly.com\/news\/science-tech\/why-does-cannabis-produce-thc\n \thttp:\/\/www.bfarm.de\/DE\/Bundesopiumstelle\/Cannabis\/_node.html\n\">THC<\/span> oder <span class=\"wpgh-tooltip\" data-href=\"https:\/\/www.leafly.de\/cannabiswissen\/cbd\/\" data-title=\"Cannabidiol, kurz CBD, ist ein Cannabinoid aus den weiblichen Cannabisbl\u00fcten des Cannabis Sativa. Neben THC (\u03949-Tetrahydrocannabinol) ist es das bekannteste und wichtigste Cannabinoid f\u00fcr den medizinischen Gebrauch. Zusammen mit dem THC spielt das CBD eine Rolle bei der Behandlung diverser Krankheitsbilder.\nCBD und das Endocannabinoid-System\nDas Endocannabinoid-System als Teil des Nervensystems ist eine Gruppe spezialisierter Fetts\u00e4uren, deren Rezeptoren und metabolischen Enzyme, die sie produzieren und brechen. Diese endocannabinoiden, chemischen Signale wirken auf \u00e4hnliche Gehirn- und Immunzellenrezeptoren unter Verwendung der in CBD und THC gefundenen Wirkstoffe. Die Cannabinoid-Rezeptoren (Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2) sind die Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems, welche die Cannabinoide aktivieren.\n\nTHC bindet gut an die CB1-Cannabinoid-Rezeptoren. Wenn diese Verbindung auftritt, aktiviert THC die CB1-Rezeptoren oder stimuliert sie. Man nennt THC daher auch einen CB1-Rezeptor-Agonisten. Das THC arbeitet, um die CB1-Rezeptoren zu aktivieren.\nTHC imitiert teilweise einen nat\u00fcrlich hergestellten Neurotransmitter, das Anandamid. Anandamid ist ein Endocannabinoid, das ebenfalls CB1-Rezeptoren aktiviert. Tierstudien haben gezeigt, dass Anandamid den Appetit steigern\u00a0und die empfundene Freude beim Verzehr von Lebensmitteln erh\u00f6hen\u00a0kann. Au\u00dferdem spielt es eine Rolle bei der Erinnerungsf\u00e4higkeit, der Motivation und der Schmerzempfindung. THC ist eine Art Schl\u00fcssel, der Anandamid derart \u00e4hnelt, dass es CB1-Rezeptoren aktiviert und damit \u00e4hnliche Empfindungen wie das Endocannabinoid\u00a0hervorruft.\n\nCBD hat dagegen eine niedrige Bindungsaffinit\u00e4t f\u00fcr CB1-Rezeptoren. Es ist als ein Antagonist von CB1-Agonisten kategorisiert. Das bedeutet, dass es nicht direkt wirkt, um CB1-Rezeptoren zu aktivieren oder zu unterdr\u00fccken; vielmehr unterdr\u00fcckt es die CB1-aktivierenden Eigenschaften\u00a0eines Cannabinoids wie THC. Bei gleichzeitiger Einnahme beider Cannabinoide stimuliert das THC die CB1-Rezeptoren direkt, w\u00e4hrend das CBD eine Art modulierenden Einfluss auf das THC hat. CBD reduziert oder &quot;antagonisiert&quot; die F\u00e4higkeit von THC, CB1-Rezeptoren zu stimulieren. Das kann einige der Effekte von THC verringern, insbesondere negative Wirkungen auf die Psyche,\u00a0wie Angst und kurzfristige Ged\u00e4chtnisst\u00f6rungen.\nDer medizinische Nutzen von CBD\nCBD wirkt der Psychoaktivit\u00e4t von THC entgegen. Es wird daher zu einer ansprechenden Option f\u00fcr Patienten, die sich Erleichterung von Entz\u00fcndungen, Schmerzen, Angst, Psychose, Krampfanf\u00e4llen, Kr\u00e4mpfen und anderen Beschwerden erhoffen und dabei auf die Wirkungen des THC verzichten wollen. Das Potenzial von CBD bei der Behandlung einer Vielzahl von Krankheiten ist bereits erforscht. Dazu geh\u00f6ren:\n\n \tArthritis\n \tDiabetes\n \tAlkoholismus\n \tMultiple Sklerose\n \tchronische Schmerzen\n \tSchizophrenie\n \tPTSD\n \tDepressionen\n \tantibiotikaresistente Infektionen\n \tEpilepsie uvm.\n\nSeit der Gesetzeserweiterung des Bet\u00e4ubungsmittelgesetzes (BtMGs) am 10. M\u00e4rz 2017, d\u00fcrfen \u00c4rztinnen und \u00c4rzte in Deutschland neben den Medikamenten Sativex, Canemes und Marinol auch Cannabisbl\u00fcten und Cannabisextrakte mit CBD verschreiben.\n\nQuellen:\n\n \thttps:\/\/www.leafly.com\/news\/science-tech\/cbd-vs-thc-cbd-not-psychoactive\n \thttps:\/\/www.leafly.com\/news\/health\/cbd-weight-loss-metabolism\n\">CBD<\/span>, k\u00f6nnen den K\u00f6rper dabei unterst\u00fctzen, den bei ADS- und ADHS-Patienten vorhandenen Dopaminmangel im Gehirn auszugleichen. Voraussetzung daf\u00fcr ist, dass das medizinische Cannabis richtig dosiert und verabreicht wird.<\/p>\n<h2>Viele ADS- und ADHS-Patienten behandel(te)n sich selbst<\/h2>\n<p>Nun wird Cannabis in der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung nicht vorrangig mit verbesserter Konzentrationsf\u00e4higkeit und geistiger (kognitiver) Leistungsf\u00e4higkeit in Verbindung gebracht \u2013 ganz im Gegenteil. Dennoch ist schon eine Weile bekannt, dass ein Teil der ADS- und ADHS-Patienten Cannabis als Medizin konsumiert und damit gute Erfahrungen im Hinblick auf die Symptome des ADHS gemacht haben. Sie berichten davon, dass sie sich besser konzentrieren und besser schlafen k\u00f6nnen, dass abwechslungsarme und m\u00fchsame T\u00e4tigkeiten besser bew\u00e4ltigt werden und dass Stimmungsschwankungen schw\u00e4cher ausfallen.<\/p>\n<p>Da die Therapie mit Cannabis bisher verboten oder im Falle einer Ausnahmegenehmigung mit hohen Kosten verbunden war, haben ADS\/ADHS-Patienten ihre Behandlung teilweise \u00fcber illegale Wege selbst in die Hand genommen. Das lag auch daran, dass viele Patienten die klassischen Medikamente mit Methylphenidat oder Amphetaminen nicht gut vertragen, sie therapieresistent sind oder sie viele Nebenwirkungen und zu wenig g\u00fcnstige Wirkungen hatten. Daher suchten sie einen Weg, ADHS ohne Medikamente zu behandeln. Nachdem eine Cannabis-Therapie, wie in den folgenden Abschnitten weiter erkl\u00e4rt wird, die ADS\/ADHS-Symptome durchaus verbesser kann und nun auch als Medikament vom Arzt verordnet werden kann, k\u00f6nnten einige Patienten davon profitieren. Es scheint so zu sein, dass die Wirkungen bei Patienten mit ADHS sich von denen gesunder Personen unterscheiden.<\/p>\n<h2>Cannabis beeinflusst die Symptome von ADS\/ADHS<\/h2>\n<p>In einer Studie (2), die am Psychologischen Institut der Universit\u00e4t von Albany in New York (USA) durchgef\u00fchrt wurde, wurden erwachsene ADS\/ADHS-Patienten befragt, welche Symptome sie haben, wenn sie keinen Cannabis anwenden. Diese Frage ist interessant, denn die Symptomatik unterscheidet sich unter den Patienten. Es gibt eine Gruppe, die mehr an Hyperaktivit\u00e4t (ADHS) leidet und eine andere Gruppe, die mehr an Aufmerksamkeitsst\u00f6rungen (ADS) leiden. Die Antworten zeigten, dass besonders die hyperaktiven und impulsiven Verhaltensweisen verst\u00e4rkt auftreten, wenn auf den t\u00e4glichen Konsum von Cannabis verzichtet wird. Auch der <span class=\"wpgh-tooltip\" data-href=\"https:\/\/www.leafly.de\/cannabiswissen\/cannabisextrakt\/\" data-title=\"Als Cannabisextrakt bezeichnet man das Ergebnis der Extraktion von Cannabinoiden und Terpenen aus dem Material der Cannabispflanze, wie den Cannabisbl\u00fcten. Die Cannabisextraktion ist mit den Verfahren vergleichbar, die man anwendet, um Kaffee zu entkoffeinieren, Vitamine und Mineralien zu produzieren und \u00e4therische \u00d6le zu erzeugen. Da Cannabinoide und Terpene die Wirkung, den Geschmack und das Aroma des Endproduktes, des Cannabisextraktes, bestimmen, sind Produzenten auf die Extraktion dieser beiden Verbindungen aus.\nDie Extraktion von Nebenprodukten diverser Pflanzenarten ist ein Prozess, der seit Jahrhunderten angewandt wird.\nZur Cannabisextraktion\nZwei der prim\u00e4ren Extraktionsmethoden f\u00fcr medizinisches Cannabis sind die so genannte \u00fcberkritische CO2-Extraktion und die Ethanol-Extraktion. Die Methode, die am h\u00e4ufigsten verwendet wird, beinhaltet Kohlendioxid. Grunds\u00e4tzlich ist der Prozess abh\u00e4ngig von der Umwandlung von CO2 in eine \u00fcberkritische Fl\u00fcssigkeit. Dies geschieht durch Einwirkung\u00a0von Temperatur und Druck, bis die \u00fcberkritische, fl\u00fcssige Form erreicht ist. An diesem Punkt kann Kohlendioxid als L\u00f6sungsmittel wirken. Dieses L\u00f6sungsmittel wird dann beispielsweise durch ein Extraktionsgef\u00e4\u00df gepresst, das mit k\u00f6rnig gemahlenem, medizinischem Cannabismaterial gef\u00fcllt ist.\n\nAls anderes L\u00f6sungsmittel wird h\u00e4ufig auch Ethanol verwendet. In der Regel geht die Extraktion damit schneller vonstatten, f\u00fchrt allerdings auch zu einem anderen Produkt. Ethanol ist polarer als CO2, womit mehr Chlorophyll, Farben und Tannine aus dem Cannabis gezogen werden. Die Schwierigkeit der Extraktion mit einem Ethanol-Extrakt liegt darin, das gesamte L\u00f6sungsmittel zu entfernen, das nach der Extraktion bleibt. Wie bei den meisten Extraktionsmethoden ist ein zus\u00e4tzlicher Schritt erforderlich, um den Extrakt vor dem Einbau in Cannabisprodukte zu verfeinern.\n\nDer Verfeinerungsprozess variiert auf Grundlage der anfangs verwendeten Extraktionsmethode. F\u00fcr \u00fcberkritische CO2-Extraktionen hei\u00dft der zweite Schritt Winterisierung. Hier wird Ethanol genutzt, um die reinen Cannabinoide und Terpene von anderen Nebenprodukten, die w\u00e4hrend der Extraktion abgestreift werden, zu trennen. F\u00fcr Ethanol, das polarer als Kohlendioxid ist und somit nicht die in einem CO2-Extrakt vorhandenen Pflanzenwachse und -fette enth\u00e4lt, verwendet man ein Aktivkohlefiltrationsverfahren zur Entfernung von Unbest\u00e4ndigkeit.\nCannabisextrakte als Medizin\nMit einer gesetzlichen Erweiterung des Bet\u00e4ubungsmittelgesetzes (BtMG) am 10. M\u00e4rz 2017, d\u00fcrfen \u00c4rztinnen und \u00c4rzte auch Medizinalhanf, sowie Cannabisextrakte in pharmazeutischer Qualit\u00e4t verschreiben. Sie werden, genau wie die cannabinoiden Arzneimittel Sativex, Marinol und Canemes auf eigens daf\u00fcr vorgesehenen, offiziellen Formularen, den Bet\u00e4ubungsmittelrezepten (BTM Rezepten), verschrieben.\nDurch die Wirkungen der Cannabinoide \u03949-Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD), die beide in medizinischen Cannabisextrakten vorkommen, k\u00f6nnen diverse Erkrankungen behandelt werden. Neben psychischen Erkrankungen, wie Depressionen und Angstst\u00f6rungen, z\u00e4hlen dazu auch Multiple Sklerose, Epilepsie, Rheuma, Migr\u00e4ne, ADHS, bestimmte Krebsformen, sowie die Auswirkungen der Chemotherapie.\n\nQuellen:\n\n \thttps:\/\/www.leafly.com\/news\/science-tech\/cannabis-extracts-the-science-behind-cannabinoid-and-terpene-extr\n\">Cannabisextrakt<\/span> Sativex verbesserte einer Studie zufolge die Hyperaktivit\u00e4t und Impulsivit\u00e4t bei Patienten mit ADHS (3).<br \/>\nBei Heranwachsenden wurde ebenfalls untersucht, welche Auswirkungen Cannabiskonsum auf die Symptome hat (4). Es wurde eine Tendenz zu weniger Desorganisiertheit und ebenfalls zu einem geringeren Ma\u00df an Hyperaktivit\u00e4t und mangelnder Aufmerksamkeit erkannt.<\/p>\n<h2>ADHS-Therapie \u2013 Stimulanzien und Cannabis k\u00f6nnen sich erg\u00e4nzen<\/h2>\n<p>Die klassische ADHS-Behandlung steht auf mehreren S\u00e4ulen. Dazu geh\u00f6ren neben psychotherapeutischen und verhaltenstherapeutischen Ans\u00e4tzen, Beratungs- und Coachinggespr\u00e4chen auch Medikamente. Am h\u00e4ufigsten werden Stimulanzien mit dem WIrkstoff Methylphenidat (Ritalin) eingesetzt. Wie der Name schon sagt, wirken sie stark stimulierend \u2013 das unterst\u00fctzt zwar die Funktion der Neurotransmitter im Gehirn und hilft dabei, die Konzentrationsf\u00e4higkeit zu erh\u00f6hen, aber es erzeugt bei Betroffenen auch ein Gef\u00fchl von \u201cunter Strom stehen\u201d. Oftmals k\u00f6nnen sie dann abends nicht abschalten, nicht zur Ruhe kommen und nur schwer einschlafen.<br \/>\nMedizinisches Cannabis kann hier unterst\u00fctzen, um aus diesem Kreislauf auszubrechen. So setzen einige ADHS-Patienten morgens und f\u00fcr die Arbeit Methylphenidat ein, w\u00e4hrend sie abends medizinisches Cannabis zur Beruhigung anwenden.<\/p>\n<h2>Cannabis \u2013 ADHS \u2013 Psychosen?<\/h2>\n<p>Die Einnahme von Cannabis kann aber bei allen gew\u00fcnschten Wirkungen bei manchen Patienten auch paranoide Episoden oder Psychosen ausl\u00f6sen. Paradoxerweise ist es f\u00fcr andere Patienten eine bew\u00e4hrte Methode zur Behandlung ihrer <span class=\"wpgh-tooltip\" data-href=\"https:\/\/www.leafly.de\/cannabiswissen\/angstzustaende\/\" data-title=\"Unter Angstzust\u00e4nden (oft auch als Angstst\u00f6rungen oder Panikattacken bezeichnet) versteht man eine Reihe psychischer Erkrankungen mit unterschiedlichen Symptomen. Angstzust\u00e4nde geh\u00f6ren zu den h\u00e4ufigsten psychischen Erkrankungen und resultieren h\u00e4ufig aus harmlosen Ursachen, wie Sorgen und Gedankenschleifen als Reaktion auf Probleme und Stress. Da lang anhaltende Angstzust\u00e4nde und Phobien, wie irrationale \u00c4ngste vor jeglichen Dingen, oft viele Lebensbereiche der Betroffenen beherrschen, sollten sie behandelt werden, um schweren psychischen Problemen vorzubeugen.\nUrsachen und Symptome von Angstzust\u00e4nden\nDie Ursachen f\u00fcr Angstzust\u00e4nde sind nicht immer eindeutig, sodass sie sich von Fall\u00a0zu Fall\u00a0unterscheiden und in verschiedenen \u00c4ngsten resultieren. Kindheitserfahrungen Vererbung k\u00f6nnen die Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr Angstzust\u00e4nde erh\u00f6hen. Die Veranlagung zu\u00a0Angstzust\u00e4nden ist weiterhin vererbbar. Auch stressreiche Ereignisse oder einschneidende Erfahrungen und Katastrophen, wie der Tod eines Angeh\u00f6rigen, ein Unfall oder eine traumatische Erfahrung k\u00f6nnen Angstzust\u00e4nde ausl\u00f6sen.\nDie Symptome sind meist psychisch und k\u00f6rperlich gemeinsam. Zu den psychischen Symptomen von Angstzust\u00e4nden geh\u00f6ren:\n\n \tNervosit\u00e4t und die Unf\u00e4higkeit, sich zu beruhigen (Panik)\n \tGesteigerte Konzentrationsschw\u00e4che\n \tGedankenschleifen in Form von wiederkehrenden negativen und sorgenvollen Gedanken\n \tSchlafst\u00f6rungen und Albtr\u00e4ume\n\nK\u00f6rperliche Symptome k\u00f6nnen umfassen:\n\n \tKopfschmerzen\n \tBauchschmerzen und -kr\u00e4mpfe und mitunter auch Erbrechen und Durchfall\n \tGesteigerter Drang, Wasser zu lassen\n \tSchwitzen, Zittrigkeit, Err\u00f6ten\n \tAtemnot\n \tHerzrasen\n \tSchwindel und Ohnmacht\n \tDas Gef\u00fchl von Unwirklichkeit und Bef\u00fcrchtungen, den Verstand zu verlieren\n\nAngstzust\u00e4nde und cannabinoide Arzneimittel\nDie sogenannten Cannabinoid-Rezeptoren (CB1, CB2) und die biochemische Maschinerie, die zur Synthese und Erzeugung von Cannabinoiden notwendig ist, finden sich in ganz bestimmten Bereichen des Gehirns. Diese Bereiche sind bekannt daf\u00fcr, emotionales Verhalten, Stimmung, Schlaf, Stress, Reizbarkeit und Angstzust\u00e4nde zu kontrollieren. Mehrere Versuche an M\u00e4usen und anderen Tieren haben gezeigt, dass die Aktivierung von Cannabinoid-Rezeptoren im Gehirn, die Herzfrequenz und den Blutdruck bei Stress senkt und das Panik- und Angstverhalten reduziert. Die Verabreichung von Cannabidiol (CBD), einem Cannabinoid aus dem Cannabis, scheint die sogenannte Kampf-oder-Flucht-Reaktion, (fight or flight reaction) bei k\u00f6rperlichem und geistigem Stress abzuschw\u00e4chen.\n\nAndere Studien haben mit Hilfe der Einzelphotonen-Emissionscomputertomographie (SPECT) und der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRI), Ver\u00e4nderungen des regionalen Blutflusses und der neuronalen Korrelate der Hirnaktivit\u00e4t als Reaktion auf die CBD-Verabreichung untersucht. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen mit Dosen zwischen 400 und 600 Milligramm CBD, zeigen anhand der SPECT- und fMRI-Daten, Auswirkungen des Cannabinoids auf die Linderung von Angstzust\u00e4nden und Stressreaktionen.\n\nGenau wie das Cannabis scheint auch die Fetts\u00e4ureamid-Hydrolase (FAAH) die F\u00e4higkeit zu besitzen, Angst zu verringern, indem sie den Endocannabinoidspiegel erh\u00f6ht. Sowohl Studien an M\u00e4usen, als auch am Menschen, haben gezeigt, dass das FAAH-Gen, die F\u00e4higkeit des Subjekts beeinflusst, schlechte Erfahrungen zu verarbeiten. Dieser Befund unterst\u00fctzt den therapeutischen Wert von cannabinoiden Arzneimitteln f\u00fcr F\u00e4lle von leichter Angst bis hin zu schweren Angstzust\u00e4nden.\n\nQuellen aller Studien:\n\n \thttps:\/\/www.leafly.com\/news\/science-tech\/medmin-cannabis-curbs-fear-sadness-but-questions-remain\n \thttps:\/\/www.leafly.com\/news\/science-tech\/the-effects-of-cbd-on-fear-anxiety-and-a-healthy-stress-response\n\nSonstige Quellen:\n\n \tPraxishandbuch Medizin &amp; Gesundheit. Dorling Kindersley Verlag GmBH, Starnberg 2002, S. 551-552.\n\">Angstzust\u00e4nde<\/span>.<br \/>\nEine Gro\u00dfe Studie beobachtete einen Zusammenhang zwischen st\u00e4rkeren ADHS-Symptomen auf der einen, und Psychosen, Paranoia und Halluzinationen andererseits. Die Untersuchung zeigte aber auch, dass diese Symptome nicht durch die Verwendung von Cannabis, Amphetaminen oder Kokain verursacht wurden (5).<br \/>\nBekannt ist, dass die Stimmung, in der man sich vor oder w\u00e4hrend der Einnahme befindet, einen gro\u00dfen Einfluss darauf hat, ob Psychosen oder unangenehme Effekte auftreten. Inzwischen vermutet man, dass die Neigung zur Entwicklung einer Psychose nicht mit dem Cannabis oder anderen Substanzen zusammenh\u00e4ngt, sondern es eine individuelle Anf\u00e4lligkeit (genetische Disposition) daf\u00fcr gibt. Weitere Faktoren spielen eine Rolle.<\/p>\n<h2>Wirkt Hanf\u00f6l bei ADS und ADHS?<\/h2>\n<p>Gibt es vielleicht die M\u00f6glichkeit, die Symptome von ADS oder ADHS einfach \u00fcber die Ern\u00e4hrung g\u00fcnstig zu beeinflussen? Studien haben gezeigt, dass ADHS-Patienten h\u00e4ufig einen niedrigen Spiegel an Omega-3-Fetts\u00e4uren im Blut haben, und dass ein niedriger Omega-3-Spiegel impulsives Verhalten beg\u00fcnstigt. Omega-3-Fetts\u00e4uren sind unges\u00e4ttigte, essentielle Fetts\u00e4uren, die unser K\u00f6rper zwingend ben\u00f6tigt, die er aber nicht selbst herstellen kann. Daher m\u00fcssen sie in ausreichender Menge mit der Nahrung aufgenommen werden. Enthalten sind sie in vielen Seefischen und \u00d6len, unter anderem in hoher Konzentration in Hanfsamen und <span class=\"wpgh-tooltip\" data-href=\"https:\/\/www.leafly.de\/cannabiswissen\/hanf\/\" data-title=\"Hanf ist eine Pflanzengattung der Familie der Hanfgew\u00e4chse, zu der auch der Hopfen geh\u00f6rt. Hanf ist eine der \u00e4ltesten und f\u00fcr verschiedenste Produkte verwendete Nutz- und Zierpflanze. Auch Produkte\u00a0wie die Hanffaser werden h\u00e4ufig einfach als Hanf bezeichnet. Die Pflanze ist ein bedeutender nachwachsender Rohstoff f\u00fcr die Wirtschaft und wird auch in der Bauindustrie verwendet.\nAbseits des Gebrauchs von Hanf als \u00d6lpflanze und Faserpflanze, wird Hanf auch als Arzneimittel verwendet. Es handelt sich dabei allerdings um Sonderformen des Hanfs, auch Cannabis genannt, welche als Wirkstoffe diverse Cannabinoide, wie THC (\u03949-Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol) enthalten.\nDie Geschichte des Hanfs\nIm fr\u00fchen China wusste man die unverw\u00fcstlichen Fasern des Hanfs bereits vor \u00fcber 10.000 Jahren zu sch\u00e4tzen. Auch die nahrhaften und wohlschmeckenden Samen des Hanfs wurden bereits in Lebensmitteln verarbeitet. Ebenfalls der medizinische Nutzen der Pflanze datiert auf etwa 2700 v.Chr. So wurde Hanf bereits damals gegen Malaria, Rheuma und andere Leiden eingesetzt.\nNach der Antike blieb Hanf eine wichtige Nutzpflanze und wurde unter anderem zur Herstellung von Waffen, Papier, Verbandstoffen, Kleidung, Tauen und Seilen verwendet. Hanf ist ein nachwachsender Rohstoff und kann problemlos gez\u00fcchtet werden. Daher wird Hanf heute auch zur Herstellung unz\u00e4hliger Produkte verwendet. In der Wirtschaft ist es vielseitig einsetzbar und wird aufgrund seiner langen Haltbarkeit und Umweltvertr\u00e4glichkeit, sowie der niedrigen Energiebilanz gesch\u00e4tzt.\nHanf in der Medizin\nDie Sonderform des Hanfs, das Medizinalhanf, wird erfolgreich in der Medizin eingesetzt und kann dank der Cannabinoide THC und CBD bei Linderung diverser Leiden helfen. Im Gegensatz zu \u201cnormalem Hanf\u201d (Nutzhanf) mit sehr wenig oder gar keinem THC, ist das Medizinalhanf im deutschen Bet\u00e4ubungsmittelgesetz (BtMG) gelistet. Der Handel und Besitz ist f\u00fcr Privatpersonen illegal.\nEine Ausnahmegenehmigung zum Erwerb von Medizinalhanf, in welcher Form auch immer, zu erhalten, war lange Zeit sehr schwierig. Durch eine Gesetzes\u00e4nderung des BtMGs am 10. M\u00e4rz 2017, hat der Gesetzgeber allerdings die M\u00f6glichkeiten zur Verschreibung von Cannabis als Medikament in Deutschland erweitert. Medizinalhanf-Patientinnen und -Patienten k\u00f6nnen nun ein Bet\u00e4ubungsmittelrezept (BTM Rezept) erhalten, welches ohne weiteren Kontakt mit der Bundesopiumstelle direkt in einer Apotheke ihrer Wahl in Deutschland einl\u00f6sbar ist. Allerdings muss die Medikation mit Medizinalhanf im Einzelfall begr\u00fcndet und vom Arzt beglaubigt werden. Dieser muss das Bet\u00e4ubungsmittelrezept eigenh\u00e4ndig unterschreiben und bezeugt damit, dass das Medizinalhanf als Medikament f\u00fcr den Patienten unabdingbar ist.\n\nQuellen:\n\n \thttps:\/\/hanfverband.de\/inhalte\/warum-hanf-ueber-die-oekologischen-und-oekonomischen-moeglichkeiten-des-rohstoffs-hanf#nr_17\n \thttps:\/\/docs.google.com\/document\/d\/1tx61h1R87zBxUFfObOVXa-9BU38pDK5Up_P_77H_tbg\/mobilebasic\n \thttp:\/\/www.duden.de\/rechtschreibung\/Hanf\n\">Hanf<\/span>\u00f6l.<\/p>\n<p>Es wurde beobachtet, dass durch die langfristige Einnahme von Omega-3-Fetts\u00e4uren bei Schulkindern die typischen ADHS-Symptome deutlichen gemindert werden, Verhaltensauff\u00e4lligkeiten abnehmen, w\u00e4hrend gleichzeitig die Lese- und Recht\u00adschreibf\u00e4hig\u00adkeiten der Sch\u00fclerInnen zunehmen. Andere Arbeiten zeigten positive Auswirkungen auf die Stimmung und \u00c4ngste. Auch eine Doktorarbeit (6) zeigte, dass Omega-3- und Omega-6-Fetts\u00e4uren Kindern und Heranwachsenden mit ADS helfen kann.<br \/>\nDie Studienlage l\u00e4sst noch keine eindeutigen Aussagen dar\u00fcber zu, ob und in welchem Ma\u00dfe sich Omega-3-haltige Lebensmittel wie Hanfsamen oder Hanf\u00f6l zur (alleinigen) Behandlung von ADS\/ADHS eignen, doch nach Absprache mit einem Arzt und bei Verwendung qualitativ hochwertiger Nahrungserg\u00e4nzungsmittel oder Naturprodukte kann das einen Versuch wert sein.<\/p>\n<p>Hanfsamen und Hanf\u00f6l enth\u00e4lt \u00fcbrigens keine Cannabinoide, also auch kein THC und darf daher nicht mit den verschreibungspflichtigen THC- oder Cannabis-Topfen verwechselt werden.<\/p>\n<h3>FAZIT:<\/h3>\n<p>Die meisten Mediziner sind sich dar\u00fcber einig, dass die Studienlage noch nicht ausreicht, um Cannabis f\u00fcr die Behandlung von ADS\/ADHS zu empfehlen. Dennoch scheinen die bisherigen Kenntnisse vielversprechend, was das Potenzial von Cannabis angeht. ADHS-Patienten k\u00f6nnte eine Gruppe von Personen darstellen, die durch die Verwendung von Cannabis in ihrer geistigen Leistungsf\u00e4higkeit, Konzentrationsf\u00e4higkeit und anderen typischen ADHS-Symptomen Verbesserungen erreichen k\u00f6nnten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS, auch Aufmerksamkeitsdefizitst\u00f6rung) und, weit bekannter, ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-\/Hyperaktivit\u00e4tssyndrom) \u00e4u\u00dfert sich in bei den Betroffenen folgenderma\u00dfen: Sie sind leicht ablenkbar Sie k\u00f6nnen sich schlecht l\u00e4ngere Zeit auf eine Aufgabe konzentrieren Sie reagieren h\u00e4ufig impulsiv ADHS-Patienten sind im Unterschied zu ADS-Patienten zus\u00e4tzlich h\u00e4ufig unruhig und zappelig und m\u00fcssen sich st\u00e4ndig bewegen (Hyperaktivit\u00e4t). 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